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By 3. Dezember 2014 Historie No Comments
14-12-10 Exist_zuschlag

Wir erhalten für unsere Idee das Exist-Gründerstipendium ab 1.1.2015 – Yes! Strike! Und gleich in der ersten Bewerbungsrunde sind wir erfolgreich, ohne Überarbeitung. Perfect!

Das Exist-Gründerstipendium mit einer Gesamtsumme für ein Trio von fast 150.000 EUR wird vergeben vom BMWi und zum Großteil (80%) durch die EU finanziert. Danke Europa. Es können Studenten und Absolventen erhalten, die eine Idee zum Geschäft machen wollen. Die Stipendiaten werden mit einem monatlichen Gehalt (2.500 EUR plus Kinderzuschlag für Absolventen) ein ganzes Jahr unterstütz, um sich eben “Business-Fit” zu machen. Zu bedenken ist, dass Auflagen erfüllt werden müssen (Coaching-/Sachmittelplan erstellen, Businessplanerstellung mit Zwischenpräsentationen vor dem Stipendiengeber, Teilnahme an Seminaren usw.). Eine sehr große Unterstützung kann der Gründerservice der jeweiligen Hochschule bieten, aber “it depends”. Das Stipendium ist an eine Hochschule geknüpft, privat geht nicht.

Wenn jemand einen Erfahrungsbericht benötigt, dann schreibt. Wir versuchen zeitnah zu antworten. Nach meiner Erfahrung besteht das Bewerbungspaket aus zwei Teilen, dem formalen Antragsprozedere und dem Geschäftskonzept. Beides schätze ich als gleichmäßig zeitaufwendig und wichtig ein. Das Formale erledigte größtenteils ein Teammitglied. Andreas war Mitarbeiter an der Uni und er kann gut Verwaltungsprozesse “aushalten”. Dafür habe ich als Tüftler keinen richtigen Nerv. Ich verschrieb mich dem Ideenpapier. Wir arbeiteten kollaborativ daran, d. h. jeder hatte bestimmte Kapitel zu schreiben. Das inhaltliche Konzept der Idee war mir gut vertraut, doch nicht immer war klar, wer sich bei Entscheidungen durchsetzen wird. Es gab auch hitzige Debatten zwischen uns aber das ist gut, solange das Prinzip “hart aber fair” geachtet wird. Ein gutes Team hält das aus und schweißt es auch zusammen.

Ich bin ehrlich froh, dass wir das Ding gelandet haben. Denn unsere Idee ist sinnvoll und schafft erheblich Vorteile für die Anwender. Wir sind tätig im IT-Bereich haben alle Ingenieure als Zielgruppe. Mein Architekturhintergrund bewirkt, dass ich mich für den Anfang auf Architekten spezialisiere. Ziel ist es, eine Web-Plattform aufzubauen, eine “Open World” mit realem “Content” – wir machen Datenrecycling. Der digitale Baumarkt ist viel größer als der analoge. “cads and docs” hat in erster Linie eine Vermittlerposition inne. Und wir machen mal so neben ne digitale Genesis. (“Hybris certainly plays a role.”)

© Picture: Stefan Stöhr 2015; Portraits: Sebastian Rau (MMZ BTU)

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